Es war mir ein Maifest – mein Low Buy Mai

[english version]

Spardose im Buecherregal mit Buechern im Hintergrund
Sparhelden der Kindheit motivieren heute noch …

Erst mal vorweg: das wird ein kurzes Update – denn es war ein sehr erfolgreicher Low Buy Monat, der beinahe zum No Buy Monat mutiert ist. Aber alles der Reihe nach.

Der Wonnemonat Mai ist in meiner kleinen Welt vor allem ein Geburtstagsmonat. Der Held meines Herzens, mein Dad, meine Oma, eine meiner engsten Freundinnen und ein lieber Freund feiern im Mai ihre Geburtstage. Und das klingt im ersten Moment nicht wirklich sparsam. Aber der Schein trügt eben manchmal …

Feiert die Feste, sozusagen

Der Mai brachte mir nicht nur meine Geburtstagskinder, sondern auch einige Lockerungen des Lockdowns, sodass besagte Geburtstage auch von Angesicht zu Angesicht begangen werden konnten (mit Ausnahme meiner Oma, aber das war ihre Entscheidung und völlig in Ordnung so). Lockerungen bedeuten auch, dass nun wieder geshoppt werden darf, sprich Geschenke vor Ort gekauft werden können und nicht bei teils fragwürdigen Onlineplattformen geordert werden müssen. Shoppen – auch für andere – bedeutet, Geld auszugeben. Nicht gerade das Hauptziel, wenn es ums nicht einkaufen und sparen geht. Aber Geld auszugeben, um anderen eine Freude zu machen, ist dann doch ein schönes Motiv.

Einkaufswahnsinn aber weniger. Zum Glück konnte ich die ersten Runs auf die Läden umgehen und habe alle Geschenke zu günstigen, weil recht menschenleeren Zeiten erstanden. Und vor allem auch mal so richtig, richtig rechtzeitig, also teils Wochen im Vorhinein – ich bin fast schon stolz auf mich. Schöne Bücher, lecker Trinken und dann noch ein Geschenk für den Held meines Herzens, von dem ich dann auch noch was habe: ein Reiskocher. Den ich leider nicht so nachhaltig bekommen habe, wie ich mir das gewünscht hätte, aber so ein Gerät soll den Kochprozess schließlich erleichtern und nicht noch komplizierter machen. Diverse Dunst- und Kocheinsätze und traditionelle Töpfe, die nur auf Gasherden oder in der Mikrowelle (??) funktionieren, sind dementsprechend ausgeschieden. Übrig blieb ein klassisches Elektrogerät, das uns hoffentlich einige Jahre begleiten und mit leckerem Reis versorgen wird, den der Held meines Herzens zwar sehr gerne isst, aber leider überhaupt nicht kochen kann.…

Ich habe mir ausreichend Zeit genommen, um Dinge zu finden, die Sinn und Freude machen und nicht nur einfach ein materielles Zugeständnis an ein besonderes Datum sind. Das war nicht nur schön zu schenken, sondern hat zudem dazu geführt, dass ich trotz Mehrausgaben mein Budget bewusst handhaben konnte.

Umdenken mit Mehrwert

Seit Beginn meines Low Buys hatte ich ja – mit ganz wenigen Ausnahmen – kaum Probleme, nicht mehr zu shoppen. Dieses Umdenken hat sich durch den Lockdown und die damit einhergehende allgemeine Ruhe nur noch verstärkt. Zuvor war ich durchaus noch mehr in Buchläden oder auch kleinen Geschäften, die ich mit bewussten Einkäufen unterstützen wollte, unterwegs. Oder habe Freund_innen beim Shoppen begleitet. Seit ich aber Wochen mehrheitlich zu Hause verbringen und so noch etwas mehr zur menschenfreien Ruhe kommen durfte, hat sich das mit Ausnahme von notwendigen Besorgungen erledigt.

Ich bin introvertiert und fühle mich unter Menschen generell nicht unbedingt wohl. Das macht die Lockerungen und die damit einhergehende Rückkehr zu Straßen voller Menschen für mich tatsächlich schwerer. Daran muss ich natürlich arbeiten, schließlich möchte ich im alltäglichen Kontext einer mittelgroßen Stadt weiterhin gut funktionieren und halbwegs ungestresst durchs Leben kommen. Und das werde ich auch schaffen, schließlich ging das sonst auch immer (mehr oder weniger) gut … 🙂

Aber gerade was alltägliche Besorgungen wie Lebensmittel oder Drogerieartikel angeht, hat der Lockdown unsere Einkaufsgewohnheiten positiv verändert. Wir kalkulieren nun viel besser, wie viel wir für eine Woche tatsächlich benötigen und schaffen es dementsprechend, einen realistischen Wocheneinkauf zu erledigen – zumindest für mich. Der Held meines Herzens genießt noch das Privileg des Homeoffices und nutzt kleinere Besorgungen auch gerne, um einfach mal wieder vor die Türe zu kommen. Ich bin mittlerweile wieder “normal” im Büro (ohne große Sicherheitsvorkehrungen – schließlich muss der Rubel rollen, da soll man sich nicht so anstellen …) und habe nicht den geringsten Wunsch, noch mehr unter Menschen zu sein, als ich es gezwungenermaßen muss. Ich komme also tatsächlich mit einem Einkaufserlebnis wöchentlich durch und bin damit komplett ausgelastet.

Sparschwein und Spardose nebeneinander auf einem Tisch
Man kann doch nie genug Sparbüchsen haben 🙂

Ich habe keine Ahnung, was noch passieren wird. Oder welche Entscheidungen ich in den kommenden Wochen und Monaten treffen werde. Dementsprechend plane ich, meinen Sparkurs mal für unbestimmte Zeit weiterzufahren, um für alle (?) Eventualitäten so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Ich hatte nie Probleme damit, sparsam zu leben. Ich musste mich nach meinem Exzessjahr 2019 nur wieder daran erinnern. Sparsamkeit mag für manche eine Last sein, sie öffnet aber viele Möglichkeiten und Unabhängigkeiten, wenn sie bewusst eingesetzt wird. Und das kann für jede von uns etwas anderes bedeuten.

Also machen wir doch einfach das Beste daraus 🙂

Danke fürs Vorbeischauen, passt gut auf euch auf!

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